Entschädigungsrechner Flugverspätung
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z.B. 21.07.2018

EU 261 RECHTE ALS FLUGGAST BEI VERSPÄTUNG ODER ANNULLIERUNG

FLUGGASTRECHTE EU VERORDNUNG 261 2004

Die EU-Fluggastrechteverordnung 261/2004 erklärt exakt, wie Airlines bei Flugverspätung, Flugannullierung und Nichtbeförderung bis zu drei Jahre rückwirkend zahlen müssen nach Schadensersatz EU Richtlinie. Die EU-Verordnung 261 regelt seit dem Jahr 2005 die Rechte von Passagieren in Form von Flugausfall, Flugzeitänderungen oder verpassten Anschlussflug innerhalb der Europäischen Union. Es steht außer Frage, dass stornierte Flüge oder Flugverspätung, sowie Nichtbeförderung, Fluggästen großen Ärger, Stress und häufig zusätzliche Kosten bescheren. Deshalb spricht die europäische Fluggastverordnung unter gewissen Umständen den Fluggästen eine Entschädigung von maximal 600 Euro zu.

Es ist natürlich kein Geheimnis, dass Fluggesellschaften die EU-Fluggastrechteverordnung 261 aus 2004 genau kennen. Schadensersatzleistungen sind jedoch nicht kalkulierbare Verluste für die Betroffenen Fluglinie, aus diesem Grund steht die Zahlung solcher Beträge nicht zwangsläufig an Position eins. In vielen Fällen ist uns bekannt, das dem betroffenen Kunden der jeweiligen Airline nicht selten gar nicht geantwortet wird oder zweifelhaft auf außergewöhnliche Umstände aufmerksam gemacht wird. Hier sind wir für Sie da, wir streiten mit jeder Fluggesellschaft für Sie, um ihre finanzielle Entschädigung geltend zu machen egal, ob durch Flugverspätung, Flugausfall oder verpasster Anschlussflug, wir arbeiten nach der aktuellen Fluggastrecht EU-Verordnung 261.

Weitere Informationen zu Ihren Rechten als Fluggast, Flugrecht EU:

  • Flug überbucht
  • Pauschal- und Geschäftsreisen
  • Streik bei der Fluggesellschaft
  • Streik am Airport
  • Außergewöhnliche Umstände

EUROPÄISCHE FLUGGASTVERORDNUNG/REISERECHT

Die EU-Fluggastrechterichtlinie 261/2004 ist nur innerhalb der Europäischen Union anzuwenden. Dabei können die folgenden Fälle hilfreich sein:


Wenn der Flug aus einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union startet oder


Sie mit einer Airline fliegen, die ihren Firmensitz innerhalb der EU hat, aus einem Staat außerhalb der EU in ein Land innerhalb der EU

Beispiel: Sie fliegen mit Lufthansa von Hanoi (Vietnam) nach Frankfurt. Ihre Landung verspätet sich um dreieinhalb Stunden. Sie haben in diesem Fall ein Recht auf Schadensersatz bei Flugverspätung für den entstandenen Zeitverlust. Wären Sie mit der vietnamesischen Fluggesellschaft Vietnam Airlines geflogen, dann würde die EU Fluggastrechteverordnung nicht zu treffen – Sie würden also keinen Anspruch auf Entschädigung haben.

Die Fluggastrechteverordnung im europäischen Flugrecht der Europäischen Union umfasst alle Rechte der Fluggäste innerhalb EU: Richtlinie/Verordnung (EG) Nummer 261/2004, begründet durch das europäische Parlament und des europäischen Rates vom 11. Februar 2004 umfasst eine gemeinsame Verordnung für Entschädigungen und Unterstützungsleistungen für Passagiere für den Fall der Nichtbeförderung und bei Stornierung oder längeren Verspätungen von Flügen und zur Aufhebung der Richtlinie (EWG) Nr. 295/91 (in Kurzform: EU-Verordnung 261/2004 oder Fluggastrechteverordnung oder Fluggastrichtlinie).

Die Verordnung 261/2004 der Europäischen Union regelt, welche Leistungen, Unterstützungen und Schadensersatz Fluggesellschaften ihren Fluggästen zu geben haben, wenn es Flugprobleme gibt oder gab wie folgt:

  • Flugverspätung/Verzögerung
  • Flugannullierung/Flugausfall
  • Überbuchter Flug
  • Anschlussflug verpasstt

ANWENDUNG DER FLUGGASTRECHTEVERORDNUNG EU RICHTLINIE 261 2004

Die EU-Fluggastrechteverordnung gilt für jeden Flug, der ein der Europäischen Union startet, dabei ist es vollkommen egal, ob die vom Fluggast gebuchte Fluggesellschaft den Hauptsitz in der EU hat oder nicht. Außerdem gelten diese Bestimmungen auch bei allen landenden Flügen in der EU, kommend aus Drittstaaten außerhalb der EU, dabei ist allerdings Voraussetzung das die Airline ihren Hauptsitz in einem Land innerhalb der EU hat.

Die Verantwortung hat grundsätzlich immer die ausführende Airline des Fluges. Das kann natürlich das Flugunternehmen sein, bei dem gebucht wurde, es kann sich aber auch um eine Partner-Airline handeln. Eine Erstattung Flugverspätung EU Recht sollte erfolgen.

FLUGVERSPÄTUNG UND ANSCHLUSSFLUGVERSPÄTUNG UND DAS FLUGGASTRECHT AUF ENTSCHÄDIGUNG

Beträgt die Flugverspätung mehr als drei Stunden am Zielflughafen, so haben die Passagiere ein Recht auf Ausgleichsleistung durch Schadensersatz. Abhängig von der gebuchten Flugstrecke kann eine Entschädigung von 125 Euro bis zu 600 Euro fällig werden. Genauere Auflistung bei Flugverzögerung: EuGH 19.11.2009 C-402/07 Sturgeon/Condor und EuGH 23.10.2012 C- 581/10 Nelson/Lufthansa

Zusätzlichen Informationen über Fluggastrechte und Entschädigungen bei Flugverspätungen:

Hinweis: Für eine Entschädigung muss eine Verspätung am Zielflughafen vorliegen, diese muss eine Verzögerung von mindestens 3 Stunden betragen um einen Schadensersatz bei verspäteten Flügen geltend machen zu können.

FLUGRECHT ENTSCHÄDIGUNG BEI VERSPÄTUNG

Der Fluggast hat das Recht laut europäischen Reiserecht auf finanzielle Entschädigung. In den folgenden Beispielen hat der Fluggast rechtlichen Anspruch für den entstandenen Zeitverlust:

  • Der Flug kommt mit einer Verspätung von mindestens 3 Stunden am Zielort an.
  • Der Flug wurde innerhalb von 14 Tagen vor dem Abflug storniert.
  • Der Passagier hat seinen Anschlussflug verpasst.
  • Dem Fluggast wurde das Mitfliegen nicht gestattet (häufiger Grund Überbuchung).

DIE EU FLUGGASTRECHTE REGELN DIE HÖHE DER ENTSCHÄDIGUNG

Bei Flügen mit einer Fluglänge bis zu 1.500 Kilometern wird eine Entschädigung von 250 Euro pro Passagier gezahlt. Bei Flugstrecken die zwischen 1.500 und 3.500 Kilometern liegen muss die Airline 400 Euro an Schadensersatz bezahlen. Bei einem Langstreckenflug ab 3.500 km, der zusätzlich außerhalb der EU-Grenzen liegt, entsteht ein Anspruch von 600 Euro pro Fluggast. Hier ist zu beachten, dass die europäische Fluggastrechteverordnung 261 2004 nur gültig ist, wenn der entsprechende Flug innerhalb der EU gestartet ist oder gelandet. Bei dem entsprechenden Fall der Landung in der EU muss die Airline ihren Hauptsitz in der Europäischen Union haben.

RECHTE VON PASSAGEREN BEI FLUGSTORNIERUNG

Eine Berechnung der Entschädigung wird aus der Fluglänge des gecancelten oder verschobenen Fluges ermittelt.

Hier gilt es folgendes zu beachten: Wenn ihr Flug mindestens 3.500 km lang ist oder sogar darüber liegt und mit einer Verspätung von drei oder vier Stunden landet, dann haben Sie das Recht, aufgrund der als Sturgeon-Entscheidung bezeichneten Entscheidung, ein Anspruch auf Entschädigung von 50 Prozent.

Wir sind ihnen gern behilflich und streiten wie ein Rechtsanwalt bei Flugverspätung und kämpfen für ihren Anspruch auf Entschädigung und prüfen wie hoch dieser ausfallen sollte.

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Europäische Fluggastverordnung bei außergewöhnlichen Umständen, hier muss die Airline beweisen, dass es sich bei dem Grund der Verspätung des Fluges um einen außergewöhnlichen Umstand handelt, nur dann trifft die Fluggesellschaft keine Schuld an der Flugverspätung. Somit entfällt für den Fluggast jedes Recht auf Entschädigung oder Schadensersatz.

BEI BEWIESENEN AUßERGEWÖHNLICHEN UMSTÄNDEN GIBT ES KEINE ENTSCHÄDIGUNG

Eine Ausgleichsleistung oder Schadensersatz muss nicht geleistet werden, wenn durch die Fluggesellschaft zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, dass außergewöhnliche Umstände zur Verspätung des Fluges geführt haben und die Flugstornierung nicht verhindert werden konnte.

Zu außergewöhnlichen Umständen gehören etwa:

  • Die Sperrung eines Airports
  • schlechte Wetterbedingungen
  • Streiks von Personal
  • Vogelschlag-Risiko
  • versteckte Fehler des Herstellers am Flugzeug
  • Blitzschlag

Aber auch bei diesen sogenannten außergewöhnlichen Umstände, ist die Fluggesellschaft verpflichtet nachzuweisen, dass der entstandene Flugausfall nicht hätte durch zumutbare Handlungen der Airline hätte verhindert werden können.

Zu außergewöhnlichen Umständen zählen:

  • Schlechte Wetterbedingungen
  • Streik
  • Gefahr von Terror/politische Situation (Instabilität)
  • Naturkatastrophen (z. B. Vulkan Aschewolke, Eisregen)
  • Notlandungen (z. B. wegen medizinischen Zwischenfällen)

Technische Probleme am Flugzeug werden in der Regel nicht als außergewöhnlicher Umstand bewertet angesehen, es besteht also ein Anspruch auf eine Entschädigung durch Flugverspätung.

BETREUUNGSLEISTUNGEN FÜR FLUGGÄSTE BEI ANNULLIERUNG, ANSCHLUSSFLUG VERPASST UND FLUGVERSPÄTUNG

Die EU-Verordnung 261 sagt klar aus, dass der Fluggast ein Recht auf eine Betreuung hat, wenn der Passagier am Flughafen warten muss. Dazu gehört natürlich eine Versorgung mit Essen und Trinken oder eine angemessene Übernachtung in einem Hotel mit dazugehörigen Transfer.

DER FLUGGAST HAT DAS RECHT AUF EINE ERSATZBEFÖRDERUNG

Die Ersatzbeförderung kann in Anspruch genommen werden, wenn der Flug

  • storniert wurde,
  • die Verspätung mehr als fünf Stunden beträgt oder
  • einfach überbucht wurden ist.

Hier können Sie Wählen aus Ersatzbeförderung und Rückerstattung der geleisteten Zahlungen. Der Fluggast ist nicht verpflichtet, eine angebotene Ersatzbeförderung anzunehmen. Haben Sie vor einen eigenen Flug zu buchen, müssen Sie die Airline informieren und sich eine schriftliche Einwilligung holen. Das ist äußerst hilfreich für Sie, um den Ticketpreis rückerstattet zu bekommen. Ihr Anspruch auf Entschädigung ist abhängig von der Ankunftszeit am Zielflughafen.

Prüfen Sie mit uns ihren genauen Anspruch auf Schadensersatz.

WARUM CALM FLIGHTS PERFEKT IST, UM IHRE FLUGRECHTE DURCHSETZEN ZU KÖNNEN?

Rechte bei verspäteten Flügen werden von Airlines sehr gern ignoriert. Forderungen für Ausgleichszahlungen werden in der Regel mit dem Verweis auf außergewöhnliche Umstände abgegolten. Warum ist das so? Fluggäste haben oft nicht die notwendigen Informationen und auch nicht das Wissen zur rechtlichen Situation, dies ist allerdings notwendig, um einer Fluggesellschaft die Flugverspätung beweisen zu können und damit den eigenen Anspruch auf Entschädigung herauszustellen.

Hier kommen wir ins Spiel. Mit nur wenigen Klicks kämpfen unsere Experten von Claim Flights für ihre Fluggastrechte! Ihr Anspruch auf Entschädigung laut EU Fluggastrechteverordnung wird durch uns erstritten. Wir können genau belegen, warum Sie Anspruch haben, verfügen über die nötige Rechtsexpertise und wenn nötig ziehen wir für Sie vor Gericht, um Ihren Anspruch geltend zu machen! Die Erfolgsquote bei Streitfällen zwischen Passagieren und Fluggesellschaften nach EU Richtlinie bei Flugverspätung liegt bei 97 Prozent.

FLUGGAST EU VERORDNUNG 261 AUS DEM JAHR 2004

Fluggastrechteverordnung der Europäischen Union (EU) 261/2004 regelt die Rechte von Fluggästen in der EU: Das europäische Parlament hat die Verordnung Nr.261/2004 im Rat am 11. Februar 2004 beschlossen und eine Regelung für Ausgleichszahlungen und Betreuungsleistungen für Passagiere im Fall der Nichtbeförderung und bei Stornierung oder großer Flugverspätung und ebenfalls zur Aufhebung der Richtlinie (EWG) Nr. 295/91 (Kurzform: EU-Verordnung 261/2004 oder Fluggastrechteverordnung/Flugrechterichtlinie)

Diese EU-Verordnung 261/2004 regelt, welche Form von Unterstützungsleistungen und Schadensersatzleistungen Airlines gegenüber ihren Passagieren erbringen müssen, wenn nachstehende Probleme auftreten:

  • Flugverspätung oder Flugausfall
  • Flugüberbuchung oder Annullierung
  • Anschlussflug verpasst Rechte

fluggastrechte geltend machen

Claim Flights verfügt über unzählige Advokaten und nicht nur ein Anwalt für Fluggastrechte, so sind wir bestens aufgestellt, um internationales Flugrecht und auch das EU Gesetz Flugverspätung mit unseren Experten für unsere Kunden zu vertreten. Wir bearbeiten für Sie EU Formulare bei Flugverspätung und richten uns nach der EG Verordnung 261 2004 gemäß europäisches Reiserecht und Fahrgastrechte Flugverspätung.

Wir kümmern uns um alles vom EU Beschwerdeformular für Fluggastrechte bis hin zur Schlichtungsstelle für Fluggastrechte. Wir treten für ihre Fluggastrechte bei Gepäckverspätung ein und auch bei Fluggastrechten Verspätung bei Pauschalreisen. Claim Flights streitet für ihre Reise Verspätung Entschädigung und fordert nach Fluggastrechte Verspätung Ausgleichszahlung.

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Mein Flug ist storniert, wie bekomme ich Geld zurück?

Einfach die Informationen ihres Falls bei Claim Flights in den Entschädigungsrechner eingeben und Sie erfahren recht schnell, ab welcher Flugverspätung ihnen Schadensersatz zu steht. Entscheiden ist auch hier, der Grund für Flugausfall. Das richtige EU Fluggastrecht Formular muss ausgefüllt werden. Flugverspätung mit Übernachtung oder Flugausfall wegen Streik, es ist notwendig in den Rechner von Claim Flights alle Daten des stornierten Fluges richtig einzugeben!

Entschädigung bei Flugausfall?

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Im Folgenden haben wir die EU Verordnung 261/2004 im Original für Sie kopiert. Die sogenannte Fluggastrechteverordnung gilt für EU Flüge bei Flug Verspätung. Die erwähnten km Angaben brauchen Sie nicht selbst zu berechnen, Sie können Ihren Entschädigungsfall in unseren Fluggastrechterechner eingeben und den genauen Entschädigungsbetrag in Euro erfahren.

Lesen Sie den Text der Fluggastrechteverordnung hier oder im Original unter http://eur-lex.europa.eu/resource.html?uri=cellar:439cd3a7-fd3c-4da7-8bf...

Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004

über eine gemeinsame Regelung für Ausgleichs und Unterstützungsleistungen für Fluggäste im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 295/91

(Text von Bedeutung für den EWR)

DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -

gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 80 Absatz 2,

auf Vorschlag der Kommission(1),

nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses(2),

nach Anhörung des Ausschusses der Regionen,

gemäß dem Verfahren des Artikels 251 des Vertrags(3), aufgrund des vom Vermittlungsausschuss am 1. Dezember 2003 gebilligten gemeinsamen Entwurfs,

in Erwägung nachstehender Gründe:

  • Die Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich des Luftverkehrs sollten unter anderem darauf abzielen, ein hohes Schutzniveau für Fluggäste sicherzustellen. Ferner sollte den Erfordernissen des Verbraucherschutzes im Allgemeinen in vollem Umfang Rechnung getragen werden.
  • Nichtbeförderung und Annullierung oder eine große Verspätung von Flügen sind für die Fluggäste ein Ärgernis und verursachen ihnen große Unannehmlichkeiten.
  • Durch die Verordnung (EWG) Nr. 295/91 des Rates vom 4. Februar 1991 über eine gemeinsame Regelung für ein System von Ausgleichsleistungen bei Nichtbeförderung im Linienflugverkehr(4) wurde zwar ein grundlegender Schutz für die Fluggäste geschaffen, die Zahl der gegen ihren Willen nicht beförderten Fluggäste ist aber immer noch zu hoch; dasselbe gilt für nicht angekündigte Annullierungen und große Verspätungen.
  • Die Gemeinschaft sollte deshalb die mit der genannten Verordnung festgelegten Schutzstandards erhöhen, um die Fluggastrechte zu stärken und um sicherzustellen, dass die Geschäftstätigkeit von Luftfahrtunternehmen in einem liberalisierten Markt harmonisierten Bedingungen unterliegt.
  • Da die Unterscheidung zwischen Linienflugverkehr und Bedarfsflugverkehr an Deutlichkeit verliert, sollte der Schutz sich nicht auf Fluggäste im Linienflugverkehr beschränken, sondern sich auch auf Fluggäste im Bedarfsflugverkehr, einschließlich Flügen im Rahmen von Pauschalreisen, erstrecken.
  • Der Schutz für Fluggäste, die einen Flug von einem Flughafen in einem Mitgliedstaat antreten, sollte bei Flügen, die von einem Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft durchgeführt werden, auf Fluggäste ausgedehnt werden, die von einem Flughafen in einem Drittstaat einen Flug zu einem Flughafen in einem Mitgliedstaat antreten.
  • Damit diese Verordnung wirksam angewandt wird, sollten die durch sie geschaffenen Verpflichtungen dem ausführenden Luftfahrtunternehmen obliegen, das einen Flug durchführt oder durchzuführen beabsichtigt, und zwar unabhängig davon, ob der Flug mit einem eigenen Luftfahrzeug oder mit einem mit oder ohne Besatzung gemieteten Luftfahrzeug oder in sonstiger Form durchgeführt wird.
  • Diese Verordnung sollte die Ansprüche des ausführenden Luftfahrtunternehmens nicht einschränken, nach geltendem Recht Ausgleichsleistungen von anderen Personen, auch Dritten, zu verlangen.
  • Die Zahl der gegen ihren Willen nicht beförderten Fluggäste sollte dadurch verringert werden, dass von den Luftfahrtunternehmen verlangt wird, Fluggäste gegen eine entsprechende Gegenleistung zum freiwilligen Verzicht auf ihre Buchungen zu bewegen, anstatt Fluggästen die Beförderung zu verweigern, und denjenigen, die letztlich nicht befördert werden, eine vollwertige Ausgleichsleistung zu erbringen.
  • Fluggäste, die gegen ihren Willen nicht befördert werden, sollten in der Lage sein, entweder ihre Flüge unter Rückerstattung des Flugpreises zu stornieren oder diese unter zufrieden stellenden Bedingungen fortzusetzen, und sie sollten angemessen betreut werden, während sie auf einen späteren Flug warten.
  • Freiwilligen sollte es ebenfalls möglich sein, ihre Flüge unter Rückerstattung des Flugpreises zu stornieren oder diese unter zufrieden stellenden Bedingungen fortzusetzen, da sie mit ähnlichen Schwierigkeiten konfrontiert sind wie gegen ihren Willen nicht beförderte Fluggäste.
  • Das Ärgernis und die Unannehmlichkeiten, die den Fluggästen durch die Annullierung von Flügen entstehen, sollten ebenfalls verringert werden. Dies sollte dadurch erreicht werden, dass die Luftfahrtunternehmen veranlasst werden, die Fluggäste vor der planmäßigen Abflugzeit über Annullierungen zu unterrichten und ihnen darüber hinaus eine zumutbare anderweitige Beförderung anzubieten, so dass die Fluggäste umdisponieren können. Andernfalls sollten die Luftfahrtunternehmen den Fluggästen einen Ausgleich leisten und auch eine angemessene Betreuung anbieten, es sei denn, die Annullierung geht auf außergewöhnliche Umstände zurück, die sich auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären.
  • Fluggästen, deren Flüge annulliert werden, sollten entweder eine Erstattung des Flugpreises oder eine anderweitige Beförderung unter zufrieden stellenden Bedingungen erhalten können, und sie sollten angemessen betreut werden, während sie auf einen späteren Flug warten.
  • Wie nach dem Übereinkommen von Montreal sollten die Verpflichtungen für ausführende Luftfahrtunternehmen in den Fällen beschränkt oder ausgeschlossen sein, in denen ein Vorkommnis auf außergewöhnliche Umstände zurückgeht, die sich auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären. Solche Umstände können insbesondere bei politischer Instabilität, mit der Durchführung des betreffenden Fluges nicht zu vereinbarenden Wetterbedingungen, Sicherheitsrisiken, unerwarteten Flugsicherheitsmängeln und den Betrieb eines ausführenden Luftfahrtunternehmens beeinträchtigenden Streiks eintreten.
  • Vom Vorliegen außergewöhnlicher Umstände sollte ausgegangen werden, wenn eine Entscheidung des Flugverkehrsmanagements zu einem einzelnen Flugzeug an einem bestimmten Tag zur Folge hat, dass es bei einem oder mehreren Flügen des betreffenden Flugzeugs zu einer großen Verspätung, einer Verspätung bis zum nächsten Tag oder zu einer Annullierung kommt, obgleich vom betreffenden Luftfahrtunternehmen alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen wurden, um die Verspätungen oder Annullierungen zu verhindern.
  • Für Fälle, in denen eine Pauschalreise aus anderen Gründen als der Annullierung des Fluges annulliert wird, sollte diese Verordnung nicht gelten.
  • Fluggäste, deren Flüge sich um eine bestimmte Zeit verspäten, sollten angemessen betreut werden, und es sollte ihnen möglich sein, ihre Flüge unter Rückerstattung des Flugpreises zu stornieren oder diese unter zufrieden stellenden Bedingungen fortzusetzen.
  • Die Betreuung von Fluggästen, die auf einen Alternativflug oder einen verspäteten Flug warten, kann eingeschränkt oder abgelehnt werden, wenn die Betreuung ihrerseits zu einer weiteren Verzögerung führen würde.
  • Die ausführenden Luftfahrtunternehmen sollten den besonderen Bedürfnissen von Personen mit eingeschränkter Mobilität und deren Begleitpersonen gerecht werden.
  • Die Fluggäste sollten umfassend über ihre Rechte im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen informiert werden, damit sie diese Rechte wirksam wahrnehmen können.
  • Die Mitgliedstaaten sollten Regeln für Sanktionen bei Verstößen gegen diese Verordnung festlegen und deren Durchsetzung gewährleisten. Die Sanktionen müssen wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein.
  • Die Mitgliedstaaten sollten die generelle Einhaltung dieser Verordnung durch ihre Luftfahrtunternehmen sicherstellen und überwachen und eine geeignete Stelle zur Erfuellung dieser Durchsetzungsaufgaben benennen. Die Überwachung sollte das Recht von Fluggästen und Luftfahrtunternehmen unberührt lassen, ihre Rechte nach den im nationalen Recht vorgesehenen Verfahren gerichtlich geltend zu machen.
  • Die Kommission sollte die Anwendung dieser Verordnung analysieren und insbesondere beurteilen, ob ihr Anwendungsbereich auf alle Fluggäste ausgeweitet werden sollte, die mit einem Reiseunternehmen oder einem Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft in einer Vertragsbeziehung stehen und von einem Flughafen in einem Drittstaat einen Flug zu einem Flughafen in einem Mitgliedstaat antreten.
  • Am 2. Dezember 1987 haben das Königreich Spanien und das Vereinigte Königreich in London in einer gemeinsamen Erklärung ihrer Minister für auswärtige Angelegenheiten eine engere Zusammenarbeit bei der Benutzung des Flughafens Gibraltar vereinbart; diese Vereinbarung ist noch nicht wirksam.
  • Die Verordnung (EWG) Nr. 295/91 sollte dementsprechend aufgehoben werden -

HABEN FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN

Artikel 1

Gegenstand

(1) Durch diese Verordnung werden unter den in ihr genannten Bedingungen Mindestrechte für Fluggäste in folgenden Fällen festgelegt:

a) Nichtbeförderung gegen ihren Willen,

b) Annullierung des Flugs,

c) Verspätung des Flugs.

(2) Die Anwendung dieser Verordnung auf den Flughafen Gibraltar erfolgt unbeschadet der Rechtsstandpunkte des Königreichs Spanien und des Vereinigten Königreichs in der strittigen Frage der Souveränität über das Gebiet, auf dem sich der Flugplatz befindet.

(3) Die Anwendung dieser Verordnung auf den Flughafen Gibraltar wird bis zum Wirksamwerden der Regelung ausgesetzt, die in der Gemeinsamen Erklärung der Minister für auswärtige Angelegenheiten des Königreichs Spanien und des Vereinigten Königreichs vom 2. Dezember 1987 enthalten ist. Die Regierungen des Königreichs Spanien und des Vereinigten Königreichs unterrichten den Rat über den Zeitpunkt des Wirksamwerdens.

Artikel 2

Begriffsbestimmungen

Im Sinne dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck

a) "Luftfahrtunternehmen" ein Lufttransportunternehmen mit einer gültigen Betriebsgenehmigung;

b) "ausführendes Luftfahrtunternehmen" ein Luftfahrtunternehmen, das im Rahmen eines Vertrags mit einem Fluggast oder im Namen einer anderen - juristischen oder natürlichen - Person, die mit dem betreffenden Fluggast in einer Vertragsbeziehung steht, einen Flug durchführt oder durchzuführen beabsichtigt;

c) "Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft" ein Luftfahrtunternehmen mit einer gültigen Betriebsgenehmigung, die von einem Mitgliedstaat gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2407/92 des Rates vom 23. Juli 1992 über die Erteilung von Betriebsgenehmigungen an Luftfahrtunternehmen(5) erteilt wurde;

d) "Reiseunternehmen" einen Veranstalter im Sinne von Artikel 2 Nummer 2 der Richtlinie 90/314/EWG des Rates vom 13. Juni 1990 über Pauschalreisen(6), mit Ausnahme von Luftfahrtunternehmen;

e) "Pauschalreise" die in Artikel 2 Nummer 1 der Richtlinie 90/314/EWG definierten Leistungen;

f) "Flugschein" ein gültiges, einen Anspruch auf Beförderungsleistung begründendes Dokument oder eine gleichwertige papierlose, auch elektronisch ausgestellte Berechtigung, das bzw. die von dem Luftfahrtunternehmen oder dessen zugelassenem Vermittler ausgegeben oder genehmigt wurde;

g) "Buchung" den Umstand, dass der Fluggast über einen Flugschein oder einen anderen Beleg verfügt, aus dem hervorgeht, dass die Buchung von dem Luftfahrtunternehmen oder dem Reiseunternehmen akzeptiert und registriert wurde;

h) "Endziel" den Zielort auf dem am Abfertigungsschalter vorgelegten Flugschein bzw. bei direkten Anschlussfluegen den Zielort des letzten Fluges; verfügbare alternative Anschlussfluege bleiben unberücksichtigt, wenn die planmäßige Ankunftszeit eingehalten wird;

i) "Person mit eingeschränkter Mobilität" eine Person, deren Mobilität bei der Benutzung von Beförderungsmitteln aufgrund einer körperlichen Behinderung (sensorischer oder motorischer Art, dauerhaft oder vorübergehend), einer geistigen Beeinträchtigung, ihres Alters oder aufgrund anderer Behinderungen eingeschränkt ist und deren Zustand besondere Unterstützung und eine Anpassung der allen Fluggästen bereitgestellten Dienstleistungen an die Bedürfnisse dieser Person erfordert;

j) "Nichtbeförderung" die Weigerung, Fluggäste zu befördern, obwohl sie sich unter den in Artikel 3 Absatz 2 genannten Bedingungen am Flugsteig eingefunden haben, sofern keine vertretbaren Gründe für die Nichtbeförderung gegeben sind, z. B. im Zusammenhang mit der Gesundheit oder der allgemeinen oder betrieblichen Sicherheit oder unzureichenden Reiseunterlagen;

k) "Freiwilliger" eine Person, die sich unter den in Artikel 3 Absatz 2 genannten Bedingungen am Flugsteig eingefunden hat und dem Aufruf des Luftfahrtunternehmens nachkommt, gegen eine entsprechende Gegenleistung von ihrer Buchung zurückzutreten;

l) "Annullierung" die Nichtdurchführung eines geplanten Fluges, für den zumindest ein Platz reserviert war.

Artikel 3

Anwendungsbereich

(1) Diese Verordnung gilt

a) für Fluggäste, die auf Flughäfen im Gebiet eines Mitgliedstaats, das den Bestimmungen des Vertrags unterliegt, einen Flug antreten;

b) sofern das ausführende Luftfahrtunternehmen ein Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft ist, für Fluggäste, die von einem Flughafen in einem Drittstaat einen Flug zu einem Flughafen im Gebiet eines Mitgliedstaats, das den Bestimmungen des Vertrags unterliegt, antreten, es sei denn, sie haben in diesem Drittstaat Gegen- oder Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen erhalten.

(2) Absatz 1 gilt unter der Bedingung, dass die Fluggäste

a) über eine bestätigte Buchung für den betreffenden Flug verfügen und - außer im Fall einer Annullierung gemäß Artikel 5 - sich

- wie vorgegeben und zu der zuvor schriftlich (einschließlich auf elektronischem Wege) von dem Luftfahrtunternehmen, dem Reiseunternehmen oder einem zugelassenen Reisevermittler angegebenen Zeit zur Abfertigung einfinden

oder, falls keine Zeit angegeben wurde,

- spätestens 45 Minuten vor der veröffentlichten Abflugzeit zur Abfertigung einfinden oder

b) von einem Luftfahrtunternehmen oder Reiseunternehmen von einem Flug, für den sie eine Buchung besassen, auf einen anderen Flug verlegt wurden, ungeachtet des Grundes hierfür.

(3) Diese Verordnung gilt nicht für Fluggäste, die kostenlos oder zu einem reduzierten Tarif reisen, der für die Öffentlichkeit nicht unmittelbar oder mittelbar verfügbar ist. Sie gilt jedoch für Fluggäste mit Flugscheinen, die im Rahmen eines Kundenbindungsprogramms oder anderer Werbeprogramme von einem Luftfahrtunternehmen oder Reiseunternehmen ausgegeben wurden.

(4) Diese Verordnung gilt nur für Fluggäste, die von Motorluftfahrzeugen mit festen Tragflächen befördert werden.

(5) Diese Verordnung gilt für alle ausführenden Luftfahrtunternehmen, die Beförderungen für Fluggäste im Sinne der Absätze 1 und 2 erbringen. Erfuellt ein ausführendes Luftfahrtunternehmen, das in keiner Vertragsbeziehung mit dem Fluggast steht, Verpflichtungen im Rahmen dieser Verordnung, so wird davon ausgegangen, dass es im Namen der Person handelt, die in einer Vertragsbeziehung mit dem betreffenden Fluggast steht.

(6) Diese Verordnung lässt die aufgrund der Richtlinie 90/314/EWG bestehenden Fluggastrechte unberührt. Diese Verordnung gilt nicht für Fälle, in denen eine Pauschalreise aus anderen Gründen als der Annullierung des Fluges annulliert wird.

Artikel 4

Nichtbeförderung

(1) Ist für ein ausführendes Luftfahrtunternehmen nach vernünftigem Ermessen absehbar, dass Fluggästen die Beförderung zu verweigern ist, so versucht es zunächst, Fluggäste gegen eine entsprechende Gegenleistung unter Bedingungen, die zwischen dem betreffenden Fluggast und dem ausführenden Luftfahrtunternehmen zu vereinbaren sind, zum freiwilligen Verzicht auf ihre Buchungen zu bewegen. Die Freiwilligen sind gemäß Artikel 8 zu unterstützen, wobei die Unterstützungsleistungen zusätzlich zu dem in diesem Absatz genannten Ausgleich zu gewähren sind.

(2) Finden sich nicht genügend Freiwillige, um die Beförderung der verbleibenden Fluggäste mit Buchungen mit dem betreffenden Flug zu ermöglichen, so kann das ausführende Luftfahrtunternehmen Fluggästen gegen ihren Willen die Beförderung verweigern.

(3) Wird Fluggästen gegen ihren Willen die Beförderung verweigert, so erbringt das ausführende Luftfahrtunternehmen diesen unverzüglich die Ausgleichsleistungen gemäß Artikel 7 und die Unterstützungsleistungen gemäß den Artikeln 8 und 9.

Artikel 5

Annullierung

(1) Bei Annullierung eines Fluges werden den betroffenen Fluggästen

a) vom ausführenden Luftfahrtunternehmen Unterstützungsleistungen gemäß Artikel 8 angeboten,

b) vom ausführenden Luftfahrtunternehmen Unterstützungsleistungen gemäß Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe a) und Absatz 2 angeboten und im Fall einer anderweitigen Beförderung, wenn die nach vernünftigem Ermessen zu erwartende Abflugzeit des neuen Fluges erst am Tag nach der planmäßigen Abflugzeit des annullierten Fluges liegt, Unterstützungsleistungen gemäß Artikel 9 Absatz 1 Buchstaben b) und c) angeboten und

c) vom ausführenden Luftfahrtunternehmen ein Anspruch auf Ausgleichsleistungen gemäß Artikel 7 eingeräumt, es sei denn,

i) sie werden über die Annullierung mindestens zwei Wochen vor der planmäßigen Abflugzeit unterrichtet, oder

ii) sie werden über die Annullierung in einem Zeitraum zwischen zwei Wochen und sieben Tagen vor der planmäßigen Abflugzeit unterrichtet und erhalten ein Angebot zur anderweitigen Beförderung, das es ihnen ermöglicht, nicht mehr als zwei Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit abzufliegen und ihr Endziel höchstens vier Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit zu erreichen, oder

iii) sie werden über die Annullierung weniger als sieben Tage vor der planmäßigen Abflugzeit unterrichtet und erhalten ein Angebot zur anderweitigen Beförderung, das es ihnen ermöglicht, nicht mehr als eine Stunde vor der planmäßigen Abflugzeit abzufliegen und ihr Endziel höchstens zwei Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit zu erreichen.

(2) Wenn die Fluggäste über die Annullierung unterrichtet werden, erhalten sie Angaben zu einer möglichen anderweitigen Beförderung.

(3) Ein ausführendes Luftfahrtunternehmen ist nicht verpflichtet, Ausgleichszahlungen gemäß Artikel 7 zu leisten, wenn es nachweisen kann, dass die Annullierung auf außergewöhnliche Umstände zurückgeht, die sich auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären.

(4) Die Beweislast dafür, ob und wann der Fluggast über die Annullierung des Fluges unterrichtet wurde, trägt das ausführende Luftfahrtunternehmen.

Artikel 6

Verspätung

(1) Ist für ein ausführendes Luftfahrtunternehmen nach vernünftigem Ermessen absehbar, dass sich der Abflug

a) bei allen Flügen über eine Entfernung von 1500 km oder weniger um zwei Stunden oder mehr oder

b) bei allen innergemeinschaftlichen Flügen über eine Entfernung von mehr als 1500 km und bei allen anderen Flügen über eine Entfernung zwischen 1500 km und 3500 km um drei Stunden oder mehr oder

c) bei allen nicht unter Buchstabe a) oder b) fallenden Flügen um vier Stunden oder mehr

gegenüber der planmäßigen Abflugzeit verzögert, so werden den Fluggästen vom ausführenden Luftfahrtunternehmen

i) die Unterstützungsleistungen gemäß Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe a) und Absatz 2 angeboten,

ii) wenn die nach vernünftigem Ermessen zu erwartende Abflugzeit erst am Tag nach der zuvor angekündigten Abflugzeit liegt, die Unterstützungsleistungen gemäß Artikel 9 Absatz 1 Buchstaben b) und c) angeboten und,

iii) wenn die Verspätung mindestens fünf Stunden beträgt, die Unterstützungsleistungen gemäß Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe a) angeboten.

(2) Auf jeden Fall müssen die Unterstützungsleistungen innerhalb der vorstehend für die jeweilige Entfernungskategorie vorgesehenen Fristen angeboten werden.

Artikel 7

Ausgleichsanspruch

(1) Wird auf diesen Artikel Bezug genommen, so erhalten die Fluggäste Ausgleichszahlungen in folgender Höhe:

a) 250 EUR bei allen Flügen über eine Entfernung von 1500 km oder weniger,

b) 400 EUR bei allen innergemeinschaftlichen Flügen über eine Entfernung von mehr als 1500 km und bei allen anderen Flügen über eine Entfernung zwischen 1500 km und 3500 km,

c) 600 EUR bei allen nicht unter Buchstabe a) oder b) fallenden Flügen.

Bei der Ermittlung der Entfernung wird der letzte Zielort zugrunde gelegt, an dem der Fluggast infolge der Nichtbeförderung oder der Annullierung später als zur planmäßigen Ankunftszeit ankommt.

(2) Wird Fluggästen gemäß Artikel 8 eine anderweitige Beförderung zu ihrem Endziel mit einem Alternativflug angeboten, dessen Ankunftszeit

a) bei allen Flügen über eine Entfernung von 1500 km oder weniger nicht später als zwei Stunden oder

b) bei allen innergemeinschaftlichen Flügen über eine Entfernung von mehr als 1500 km und bei allen anderen Flügen über eine Entfernung zwischen 1500 und 3500 km nicht später als drei Stunden oder

c) bei allen nicht unter Buchstabe a) oder b) fallenden Flügen nicht später als vier Stunden

nach der planmäßigen Ankunftszeit des ursprünglich gebuchten Fluges liegt, so kann das ausführende Luftfahrtunternehmen die Ausgleichszahlungen nach Absatz 1 um 50 % kürzen.

(3) Die Ausgleichszahlungen nach Absatz 1 erfolgen durch Barzahlung, durch elektronische oder gewöhnliche Überweisung, durch Scheck oder, mit schriftlichem Einverständnis des Fluggasts, in Form von Reisegutscheinen und/oder anderen Dienstleistungen.

(4) Die in den Absätzen 1 und 2 genannten Entfernungen werden nach der Methode der Großkreisentfernung ermittelt.

Artikel 8

Anspruch auf Erstattung oder anderweitige Beförderung

(1) Wird auf diesen Artikel Bezug genommen, so können Fluggäste wählen zwischen

a) - der binnen sieben Tagen zu leistenden vollständigen Erstattung der Flugscheinkosten nach den in Artikel 7 Absatz 3 genannten Modalitäten zu dem Preis, zu dem der Flugschein erworben wurde, für nicht zurückgelegte Reiseabschnitte sowie für bereits zurückgelegte Reiseabschnitte, wenn der Flug im Hinblick auf den ursprünglichen Reiseplan des Fluggastes zwecklos geworden ist, gegebenenfalls in Verbindung mit

- einem Rückflug zum ersten Abflugort zum frühestmöglichen Zeitpunkt,

b) anderweitiger Beförderung zum Endziel unter vergleichbaren Reisebedingungen zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder

c) anderweitiger Beförderung zum Endziel unter vergleichbaren Reisebedingungen zu einem späteren Zeitpunkt nach Wunsch des Fluggastes, vorbehaltlich verfügbarer Plätze.

(2) Absatz 1 Buchstabe a) gilt auch für Fluggäste, deren Flüge Bestandteil einer Pauschalreise sind, mit Ausnahme des Anspruchs auf Erstattung, sofern dieser sich aus der Richtlinie 90/314/EWG ergibt.

(3) Befinden sich an einem Ort, in einer Stadt oder Region mehrere Flughäfen und bietet ein ausführendes Luftfahrtunternehmen einem Fluggast einen Flug zu einem anderen als dem in der ursprünglichen Buchung vorgesehenen Zielflughafen an, so trägt das ausführende Luftfahrtunternehmen die Kosten für die Beförderung des Fluggastes von dem anderen Flughafen entweder zu dem in der ursprünglichen Buchung vorgesehenen Zielflughafen oder zu einem sonstigen nahe gelegenen, mit dem Fluggast vereinbarten Zielort.

Artikel 9

Anspruch auf Betreuungsleistungen

(1) Wird auf diesen Artikel Bezug genommen, so sind Fluggästen folgende Leistungen unentgeltlich anzubieten:

a) Mahlzeiten und Erfrischungen in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit,

b) Hotelunterbringung, falls

- ein Aufenthalt von einer Nacht oder mehreren Nächten notwendig ist oder

- ein Aufenthalt zusätzlich zu dem vom Fluggast beabsichtigten Aufenthalt notwendig ist,

c) Beförderung zwischen dem Flughafen und dem Ort der Unterbringung (Hotel oder Sonstiges).

(2) Außerdem wird den Fluggästen angeboten, unentgeltlich zwei Telefongespräche zu führen oder zwei Telexe oder Telefaxe oder E-Mails zu versenden.

(3) Bei der Anwendung dieses Artikels hat das ausführende Luftfahrtunternehmen besonders auf die Bedürfnisse von Personen mit eingeschränkter Mobilität und deren Begleitpersonen sowie auf die Bedürfnisse von Kindern ohne Begleitung zu achten.

Artikel 10

Höherstufung und Herabstufung

(1) Verlegt ein ausführendes Luftfahrtunternehmen einen Fluggast in eine höhere Klasse als die, für die der Flugschein erworben wurde, so darf es dafür keinerlei Aufschlag oder Zuzahlung erheben.

(2) Verlegt ein ausführendes Luftfahrtunternehmen einen Fluggast in eine niedrigere Klasse als die, für die der Flugschein erworben wurde, so erstattet es binnen sieben Tagen nach den in Artikel 7 Absatz 3 genannten Modalitäten

a) bei allen Flügen über eine Entfernung von 1500 km oder weniger 30 % des Preises des Flugscheins oder

b) bei allen innergemeinschaftlichen Flügen über eine Entfernung von mehr als 1500 km, mit Ausnahme von Flügen zwischen dem europäischen Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten und den französischen überseeischen Departements, und bei allen anderen Flügen über eine Entfernung zwischen 1500 km und 3500 km 50 % des Preises des Flugscheins oder

c) bei allen nicht unter Buchstabe a) oder b) fallenden Flügen, einschließlich Flügen zwischen dem europäischen Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten und den französischen überseeischen Departements, 75 % des Preises des Flugscheins.

Artikel 11

Personen mit eingeschränkter Mobilität oder mit besonderen Bedürfnissen

(1) Die ausführenden Luftfahrtunternehmen geben Personen mit eingeschränkter Mobilität und deren Begleitpersonen oder Begleithunden mit entsprechender Bescheinigung sowie Kindern ohne Begleitung bei der Beförderung Vorrang.

(2) Im Fall einer Nichtbeförderung, Annullierung oder Verspätung von beliebiger Dauer haben Personen mit eingeschränkter Mobilität und deren Begleitpersonen sowie Kinder ohne Begleitung Anspruch auf baldmögliche Betreuung gemäß Artikel 9.

Artikel 12

Weiter gehender Schadensersatz

(1) Diese Verordnung gilt unbeschadet eines weiter gehenden Schadensersatzanspruchs des Fluggastes. Die nach dieser Verordnung gewährte Ausgleichsleistung kann auf einen solchen Schadensersatzanspruch angerechnet werden.

(2) Unbeschadet der einschlägigen Grundsätze und Vorschriften des einzelstaatlichen Rechts, einschließlich der Rechtsprechung, gilt Absatz 1 nicht für Fluggäste, die nach Artikel 4 Absatz 1 freiwillig auf eine Buchung verzichtet haben.

Artikel 13

Regressansprüche

In Fällen, in denen ein ausführendes Luftfahrtunternehmen eine Ausgleichszahlung leistet oder die sonstigen sich aus dieser Verordnung ergebenden Verpflichtungen erfuellt, kann keine Bestimmung dieser Verordnung in dem Sinne ausgelegt werden, dass sie das Recht des Luftfahrtunternehmens beschränkt, nach geltendem Recht bei anderen Personen, auch Dritten, Regress zu nehmen. Insbesondere beschränkt diese Verordnung in keiner Weise das Recht des ausführenden Luftfahrtunternehmens, Erstattung von einem Reiseunternehmen oder einer anderen Person zu verlangen, mit der es in einer Vertragsbeziehung steht. Gleichfalls kann keine Bestimmung dieser Verordnung in dem Sinne ausgelegt werden, dass sie das Recht eines Reiseunternehmens oder eines nicht zu den Fluggästen zählenden Dritten, mit dem das ausführende Luftfahrtunternehmen in einer Vertragsbeziehung steht, beschränkt, vom ausführenden Luftfahrtunternehmen gemäß den anwendbaren einschlägigen Rechtsvorschriften eine Erstattung oder Entschädigung zu verlangen.

Artikel 14

Verpflichtung zur Information der Fluggäste über ihre Rechte

(1) Das ausführende Luftfahrtunternehmen stellt sicher, dass bei der Abfertigung ein klar lesbarer Hinweis mit folgendem Wortlaut für die Fluggäste deutlich sichtbar angebracht wird: "Wenn Ihnen die Beförderung verweigert wird oder wenn Ihr Flug annulliert wird oder um mindestens zwei Stunden verspätet ist, verlangen Sie am Abfertigungsschalter oder am Flugsteig schriftliche Auskunft über ihre Rechte, insbesondere über Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen."

(2) Ein ausführendes Luftfahrtunternehmen, das Fluggästen die Beförderung verweigert oder einen Flug annulliert, händigt jedem betroffenen Fluggast einen schriftlichen Hinweis aus, in dem die Regeln für Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen gemäß dieser Verordnung dargelegt werden. Ferner wird allen von einer Verspätung um mindestens zwei Stunden betroffenen Fluggästen ein entsprechender Hinweis ausgehändigt. Die für die Kontaktaufnahme notwendigen Angaben zu der benannten einzelstaatlichen Stelle nach Artikel 16 werden dem Fluggast ebenfalls in schriftlicher Form ausgehändigt.

(3) Bei blinden oder sehbehinderten Personen sind die Bestimmungen dieses Artikels durch den Einsatz geeigneter alternativer Mittel anzuwenden.

Artikel 15

Ausschluss der Rechtsbeschränkung

(1) Die Verpflichtungen gegenüber Fluggästen gemäß dieser Verordnung dürfen - insbesondere durch abweichende oder restriktive Bestimmungen im Beförderungsvertrag - nicht eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.

(2) Wird dennoch eine abweichende oder restriktive Bestimmung bei einem Fluggast angewandt oder wird der Fluggast nicht ordnungsgemäß über seine Rechte unterrichtet und hat er aus diesem Grund einer Ausgleichsleistung zugestimmt, die unter der in dieser Verordnung vorgesehenen Leistung liegt, so ist der Fluggast weiterhin berechtigt, die erforderlichen Schritte bei den zuständigen Gerichten oder Stellen zu unternehmen, um eine zusätzliche Ausgleichsleistung zu erhalten.

Artikel 16

Verstöße

(1) Jeder Mitgliedstaat benennt eine Stelle, die für die Durchsetzung dieser Verordnung in Bezug auf Flüge von in seinem Hoheitsgebiet gelegenen Flughäfen und Flüge von einem Drittland zu diesen Flughäfen zuständig ist. Gegebenenfalls ergreift diese Stelle die notwendigen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die Fluggastrechte gewahrt werden. Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission mit, welche Stelle gemäß diesem Absatz benannt worden ist.

(2) Unbeschadet des Artikels 12 kann jeder Fluggast bei einer gemäß Absatz 1 benannten Stelle oder einer sonstigen von einem Mitgliedstaat benannten zuständigen Stelle Beschwerde wegen eines behaupteten Verstoßes gegen diese Verordnung erheben, der auf einem Flughafen im Gebiet eines Mitgliedstaats begangen wurde oder einen Flug von einem Drittstaat zu einem Flughafen in diesem Gebiet betrifft.

(3) Die von den Mitgliedstaaten für Verstöße gegen diese Verordnung festgelegten Sanktionen müssen wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein.

Artikel 17

Bericht

Die Kommission erstattet dem Europäischen Parlament und dem Rat bis zum 1. Januar 2007 über die Anwendung und die Ergebnisse dieser Verordnung Bericht, insbesondere über Folgendes:

- die Häufigkeit von Fällen der Nichtbeförderung und der Annullierung von Flügen;

- die mögliche Ausweitung des Anwendungsbereichs dieser Verordnung auf Fluggäste, die in Vertragsbeziehung mit einem Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft stehen oder eine Buchung für einen Flug als Teil einer Pauschalreise besitzen, für die die Richtlinie 90/314/EWG gilt, und die von einem Flughafen in einem Drittland einen Flug zu einem Flughafen in einem Mitgliedstaat antreten, der nicht von einem Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft durchgeführt wird;

- die mögliche Überprüfung der Ausgleichsbeträge nach Artikel 7 Absatz 1.

Dem Bericht sind, soweit erforderlich, Legislativvorschläge beizufügen.

Artikel 18

Aufhebung

Die Verordnung (EWG) Nr. 295/91 wird aufgehoben.

Artikel 19

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 17. Februar 2005 in Kraft.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Geschehen zu Straßburg am 11. Februar 2004.

Hervorragend

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